Am 19. April war unsere Flamenco-Dozentin Elva y Tomás Teil von etwas, das man so schnell nicht vergisst.
Noelia Sabarea – eine der bedeutendsten Flamencokünstlerinnen der andalusischen Tradition – hatte zu „Noelia Sabarea y su gente“ eingeladen. Ort: die Schnittke Akademie in Altona. Und auf dieser Bühne stand Elva.

Nicht jeder darf dort stehen
Das klingt erst einmal wie eine Randnotiz. Ist es aber nicht.
Noelia Sabarea kommt aus einer jener Familien, die den Flamenco nicht gelernt haben – die ihn tragen. Ihre Kunst ist in der andalusischen Tradition verwurzelt, tief und unmittelbar. Mit ihr auf einer Bühne zu stehen ist kein selbstverständliches Privileg. Es setzt voraus, dass man dazugehört. Dass man erkannt wird.
Elva gehört dazu. Ihre Familie stammt aus Andalusien. Das ist nicht nur Biografie. Das ist Zugang. Zu einer Welt, in der Abstammung, Haltung und künstlerische Integrität zusammenhängen. Und sie hat dazu beigetragen, Noelia Sabarea überhaupt nach Hamburg einzuladen.

Wir waren dabei
Rund 15 Studierende haben diesen Abend miterlebt. Nicht als Zuschauer, die sich etwas ansehen. Sondern weil es ein Abend war, der zu dem gehört, was wir meinen, wenn wir sagen: Kunst erleben, nicht konsumieren.
Was dort zu sehen war, lässt sich nicht im Unterricht erklären. Es muss erlebt werden. Wie sich Jahrzehnte in einer Bewegung verdichten. Wie Bühne funktioniert, wenn jemand dort wirklich hingehört.
Wir freuen uns, dass Elva Teil der Artrium-Familie ist. Und noch mehr freuen wir uns, dass unsere Studierenden solche Abende nicht nur kennen – sondern miterleben dürfen.



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