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Lukas Scheja ist Schauspieler, Regisseur und künstlerischer Leiter des Artrium Hamburg. Mit 35 Jahren Bühnenerfahrung und einer Ausbildung u.a. am Actors Studio/USA begleitet er Schauspieler:innen auf ihrem Weg zu nachhaltigen Karrieren in Bühne und Film.
Veröffentlicht am:
18. März 2026
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Als 2020 die Pandemie die darstellende Kunst zum Stillstand brachte, hätte das ArtriumArtEnsemble einfach warten können. Stattdessen entschied sich die Fortgeschrittenenklasse, die Krise als künstlerischen Antrieb zu nutzen – und begann mitten in der Unsicherheit, ein Spielfilmdrehbuch zu entwickeln.

Kreativität statt Stillstand: Die Idee entsteht

Die Leitfrage dahinter war so einfach wie mutig. Kann eine existenzielle Bedrohung auch ein Motor für etwas Wertvolles sein? Für unser Ensemble lautete die Antwort: Ja, wenn man bereit ist, das Unmögliche als Ausgangspunkt zu nehmen.

Da gemeinsame Proben auf der Bühne nicht möglich waren, verlagerte sich die Arbeit. Alle Beteiligten entschieden sich, ein Drehbuch für einen Spielfilm zu schreiben. Eines, das sich wirklich umsetzen lässt.

Ein Jahr lang arbeiteten 10 Coautoren gemeinsam mit der künstlerischen Leitung an den Grundlagen des Films. Im Mittelpunkt standen Themen, die uns als Gesellschaft bewegen: große Fragen über die Zukunft der Menschheit, eingebettet in eine ganz persönliche, berührende Geschichte.

Der besondere Anspruch war, nicht möglichst viel zu erzählen, sondern das Wesentliche so präzise auf den Punkt bringen, dass die Geschichte sich wie von selbst entfaltet. Die künstlerische Leitung begleitete diesen Prozess, nicht als Verwalterin, sondern als Gestalterin. Welche Themen bekommen Raum? Welche Stimmen werden gehört? Welche Ästhetik prägt den Film?

Der Arbeitstitel „Engel Gesucht“ entstand aus einer einfachen Erkenntnis. Die Menschen können sich aus manchen Situationen nicht allein befreien. Es braucht manchmal eine Fügung, einen Impuls von außen, damit etwas Neues entstehen kann.

Nach und nach verdichtete sich die Struktur: 7 Kapitel, je 7 Szenen. Was zunächst offen und vielschichtig war, gewann immer schärfere Konturen. Auch das zweite Jahr der Arbeit war damit ausgeschöpft.

Der Schritt in die Welt: Auf Festivalreise

Da es in Deutschland kaum Plattformen für Drehbücher gibt, übersetzten wir den fertigen Text ins Englische und schickten ihn auf internationale Festivalreise, ohne große Erwartungen, aber mit einem klaren Ziel.

Was dann passierte, übertraf alle Erwartungen. Statt Unverständnis erlebten wir das genaue Gegenteil. Anerkennung von Fachleuten weltweit – und das für ein Drehbuch, das zunächst nur auf Deutsch existierte.

20 Seiten Erfolge: Die Reaktion der Fachwelt

Unsere Liste an Selections, Semifinalist- und Finalist-Auszeichnungen sowie Awards als bestes Drehbuch füllt inzwischen 20 DIN-A4-Seiten. Besonders stolz macht uns die Bandbreite der Festivals, die unser Drehbuch ausgewählt haben:

  • American Filmatic Art Awards (New York)
  • Creation International Film Festival (Los Angeles)
  • New York City International Reel Film Festival
  • Madrid International Film Festival
  • Los Angeles Film and Script Festival
  • Monaco International Film Festival
  • Moondance International Film Festival
  • Bridge Fest (Vancouver, Kanada)
  • Los Angeles International Film Festival
  • Florida Script Challenge
  • Orion IFF International Film Festival

Und das sind ausschließlich die Auszeichnungen in der Kategorie „Best Feature Screenplay“.

Was jetzt kommt: Vom Drehbuch zum Film

Wie die Geschichte weitergeht, wird sich zeigen. Eines ist aber klar: Wenn international renommierte Festivals ein deutsches Drehbuch in der Übersetzung auszeichnen, ist das die deutlichste Bestätigung, die wir uns wünschen konnten. Der nächste Schritt (die Produktion des Films) ist für uns keine Frage des Ob mehr, sondern nur noch des Wann.

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